Schilder

Was wäre unsere moderne Welt ohne öffentliche visuelle Hinweise – ohne Schilder? Sie wäre nicht modern. Aber Schilder können nicht nur Orientierung geben, sondern auch erfreuen. Wie die folgenden.

Die katholische Kirche stellt in Heiligenhaus (sic!) wieder mal ihre äußerst langfristige Planung unter Beweis: Den Parkplatz für einen bestimmten Priester zu reservieren, hätte bei jedem Wechsel im Amt ein neues Schild erfordert. So aber kann das Schild gut und gerne die Jahrhunderte überdauern und noch Generationen von Pfarrern einen kurzen Gang zur Kanzel sichern.


(Overath-Heiligenhaus, Rheinland)

Rätselhaftes Bayern: Definieren die Autoren des Schildes Europa vielleicht sehr, sehr eng? Liegen Berlin („Currywurst“) und Polen („Brühpolnische“) also schon in Asien?


(München-Haidhausen)

Tragisches Bayern: In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn schon Marktschreier gefälscht werden?


(Germering, Bayern)

Hier war eine etwas paranoide Hausverwaltung, die sich wahrscheinlich nach dem Anbringen des ersten Schildes gedacht hat: „Ja, jetzt haben wir die widerrechtlichen Parker im Griff – aber was ist mit den unberechtigten? Schnell, ein zweites Schild her!“ Jetzt kann sie ruhig schlafen, die Hausverwaltung.


(München-Lehel)

Sicher ist Frische bei Lebensmitteln ein hehres Ziel. Trotzdem wirkt der Slogan der Firma Goutesse leicht ungeschickt.


(unbekannter Supermarkt, aufgenommen von Volker Struckmeier)

Wer bisher gedacht hatte, dass es allen Enten beiderlei Geschlechts schlecht bekommt, wenn man sie füttert, wird im bayerischen Fünfseenland eines Besseren belehrt. Erstens gibt es nur eine (weibliche) Ente und zweitens verursacht die Fütterei nicht etwa Verstopfung und qualvollen Tod, sondern vor allem einen hinteren Platz bei der Wahl zur Miss Duck. Go, Daisy, go!


(Herrsching, Bayern)